Vorgehen

Vorgehen

Das Forschungsprojekt gliedert sich in die vier Phasen der Analyse, der Synthese, der Implementierung und der Validierung.

In der Analysephase werden Interviews mit Herstellern und Zulieferern von XXL-Produkten (z. B. Windenergie- und Förderanlagen, Schiffs- und Waggonbau) geführt. Dadurch sollen die Montageaufgaben (z. B. Hohlprofile in einem bestimmten Winkel zusammenführen), die Montagefunktionen (z. B. Schweißen, Kleben, Schrauben) und die Montageherausforderungen (z. B. hohes Gewicht, große Höhen) identifiziert werden. Durch Expertenbefragungen und Literaturrecherchen werden ferner die aktuell genutzten Montagehilfen aus der XXL-Montage und anderen Bereichen (z. B. Brückenbau) ermittelt.

Aus den in der Analysephase aufgenommenen unternehmensspezifischen XXL-Montageaufgaben, -funktionen und -herausforderungen, werden XXL-spezifische Referenzaufgaben, -funktionen sowie -herausforderungen abgeleitet. Aus den etablierten Montagehilfen, den identifizierten Ansätzen aus anderen Branchen und den bisherigen Ergebnissen der Synthesephase wird ein Lösungsraum für Montagehilfen in der XXL-Produktion definiert. Die Montagehilfen werden je nach Ausprägung der Aufgabe, Funktion und Herausforderung in den Lösungsraum eingeordnet. Zur Vervollständigung des Lösungsraums der erarbeiteten Struktur werden mit Hilfe von Kreativitätstechniken (z. B. morphologischer Kasten, TRIZ) neuartige generische Montagehilfen entwickelt.

Die Umsetzung der konzeptionierten Methoden zur Auswahl von Montagehilfen erfolgt in einem Software-Demonstrator. Er visualisiert den entwickelten Lösungsraum, um die Auswahl geeigneter Montagehilfen zu vereinfachen.

Zur Validierung der Forschungsergebnisse wird der Software-Demonstrator bei Herstellern und Zulieferern der skizzierten XXL-Branchen eingesetzt. Gemeinsam mit diesen Unternehmen werden geeignete Fallbeispiele ausgewählt. Auf Basis der entwickelten Lösungsprinzipien werden neue Montagehilfen ermittelt und mit bereits realisierten Montagehilfen verglichen. Eine im vorherigen Arbeitsschritt ausgewählte oder entwickelte Montagehilfe (z. B. pneumatische WEA-Turmelement-Ausrichtung) soll in diesem Arbeitsschritt detailliert konstruiert, realisiert und bei einem Industriepartner eingesetzt werden.